Folkeboot Martha nicolas thon: fotografie -schreiben - segeln
Paula
Salty
Martha
Frieda Oliese



Martha

Segelnummer F GER 1108
gebaut 1967 (Werft unbekannt)
Rumpf Lärche auf Eiche, Deck (inzwischen) Teak
Motor Außenborder Yamaha 5 PS 2takt
Besonderheiten: Mastgarten, Teakdeck
Liegeplatz Arnis/Kappeln an der Schlei




Die schöne Martha
Marthas Vergangenheit liegt ein wenig im Dunkeln. Sie hat an der Innenseite der Aufbaufront keine Segelnummer eingeschlagen - das erschwert jede Recherche. Carl Overmann fand sie 2005 in einer Scheune in Schwansen - unter der Staubschicht verbarg sich ein nagelneues Deck. Angeblich wurde sie 1967 bei Lind in Middelfart gebaut, aber vielleicht ist sie auch wesentlich älter und stammt ganz woanders her. Auf jeden Fall muss damals ein begnadeter Bootsbaumeister Hand angelegt haben, denn Martha ist ein Prachtexemplar. Das Teakdeck ist relativ neuen Datums und stammt von einem versierten Tischler - es ist solide und macht sie zwar schwer, aber unfassbar gutmütig.

Am Anfang...
...erliegt man ihrem Charme, schließt sie auf Anhieb in sein Herz und fühlt sich geborgen. Ihr Segelverhalten wirkt auf den ersten Eindruck beinahe behäbig. In Wahrheit ist sie stoisch und so souverän, dass sie beinahe gar keine Crew bräuchte, zumindest keinen herausragenden Skipper. Keine fährt so harmonische Wenden, taucht so gelassen in die Welle wie Martha. Sie hat es überhaupt nicht nötig, sich zu beeilen - also springt sie nicht gleich auf jede kurzlebige Bö an, sondern fährt nur dann schnell, wenn sie selbst es für richtig hält. Wenn sie sich dann aber entschließt, Lage zu schieben, dann schiebt sie Lage, dass das Deck gewaschen wird - und nicht eine Sekunde hat man den Eindruck, die Situation könne brenzlig sein, denn das Schiffchen vermittelt jederzeit das Gefühl, es habe alles im Griff. Bei der Classic Week 2014 gab sie eine gute Figur ab, und als es dann auf dem Rückweg von Kiel mit 6-7 aus Nordost pustete, schaffte sie es trotzdem in zwei Tagen bis Schleswig. 



Bordalltag mit Martha
Paula und ich liegen in der Miels Vig vor Anker, das Abendessen steht auf dem Herd. Wer kommt da in die Bucht getuckert? Keine Geringere als unser Marthachen, an Bord die überaus sympathischen Gäste, mit denen wir bereits letztes Jahr auf Lyø einen wundervollen Abend verbrachten. Zur Belohnung dafür, dass sie meinen Rat, hierher zu segeln, tatsächlich befolgt haben, rudere ich ihnen Paulas Schlauchboot rüber. Nach Landgang und Badevergnügen packen sie die Gitarre aus. Zum Sonnenuntergang erklingt von einem der anderen Ankerlieger eine Trompete - schöner kann ein gelungener Segeltag nicht ausklingen.

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