Folkeboote im Winterlager nicolas thon: fotografie -schreiben - segeln
  Paula
Salty
Martha
Frieda Oliese



Neu sortieren - Winterarbeit 2020-21

Letztes Jahr hatten Oliese und ich eine ganze Werft fast für uns allein. Die gibt es nun nicht mehr - die Maschinen sind weg, die Abrissarbeiten haben begonnen. Wir müssen uns also neu sortieren. Maschinen und Werkzeuge, die wir bisher geliehen oder einfach genutzt haben, selbst anschaffen oder anderswie Zugang dazu finden, Teile selbst bevorraten - das muss sich mit der Zeit einspielen. Wir haben uns also nicht übermäßig viel vorgenommen, zum Beispiel Saltys neue Kielbolzen verschoben. Trotzdem gibt es eine Menge zu tun, und das werden wir auch schaffen. Die Signale sind eher so, dass unser Vermieter enttäuscht ist, dass wir nicht verstärkt sein Werkzeug nutzen. Was tun wir also? Werkzeug nutzen, Kantenschleifer, Knaggen und Zulagen, Schraubzwingen. Dann aber auch: "Butter bei die Fische geben", uns einbringen, Verantwortung übernehmen. So könnte es auf Dauer gehen.

 




Hallo Leute! Dieses Jahr scheibe ich die Einleitung, Oliese, F GER 244, hier links im Bild. Weil ich nämlich als Einzige den Überblick habe. Das fing schon beim Kranen an. Da hatte Nicolas überhaupt keinen Plan, wie wir Boote uns aufteilen sollten über die zwei Hallen. Er dachte nach über wer mit wem und glaubte uns Booten einen Gefallen zu tun. Aber ganz falsch gedacht: Natürlich ist das schade, dass wir uns aufteilen müssen - ist nunmal nicht zu ändern. Wenn schon aufteilen, dann tut er uns den größten Gefallen, wenn es praktisch ist für die Arbeiten. Also wenn die drei Boote, an denen viel zu machen ist, und an denen ähnliche Arbeiten - Stichwort Heckspiegel/Achtersteven - anstehen, in der gleichen Halle sind. Es war dann ganz praktisch, dass ich als erste an Land stand. Nicolas hat Niels irgendwelche Angaben gemacht, wo ich hinsoll und wie es danach weitergeht, Niels hat gegengehalten, wie es ihm am praktischsten erscheint - und dann habe ich einfach mal mit ihm geredet und ihm gesagt, wohin er zu fahren hat. Und das ist natürlich Halle 2, die ich noch gar nicht kannte.

Dort begutachte ich jetzt das Entstehen unserer neuen Werkstatt. Und muss sagen: Hut ab! Wenn das Umfeld sauber und aufgeräumt ist, kann Nicolas sogar richtig Ordnung halten. Zwischen Salty und mir steht Frieda auf dem Trailer. Weil dessen Deichsel sowieso weit rausragt und ein Niemandsland bildet, hat Nicolas hier eine riesige Werkbank aufgebaut. Darauf und um sie herum wird bisher täglich zum Feierabend gefegt und gesaugt, und man kann tatsächlich immer noch erkennen, welche Schrauben und Beschläge zu welchem Werkstück gehören, welches Werkstück zu welchem Arbeitsgang, und so weiter.

Ich darf im Hintergrund ein bisschen spotten, genieße die wohlige Wärme der -lampe - und ansonsten helfe ich mit, so gut ich kann. Als erstes liegen auf der Werkbank: Vier Cockpittische, Modell "Oliese". Vier knickbare, charteryacht-taugliche Flaggenstöcke. Ach ja: Sowie drei Kanthölzer, aus denen das Modell für die Reparatur meines Achterstevens....aber das darf Nicolas lieber selbst berichten.


Winterarbeit früherer Jahre



Paula 

Die Reparatur am Heckspiegel im letzten Winter hat Paula erheblich dichter gemacht. Aber noch nicht perfekt dicht. Also wühlen wir weiter - diesmal werden wir uns den Plankenschäftungen zuwenden, von denen einige allmählich aufgehen.

Außerdem:
- Ich hätte so gerne eine Steckdose nahe beim Cockpit für das Ladekabel des Laptops.
- wenn Zeit ist: Dachhimmel neu lackieren - das habe ich letztes Mal schon geschrieben und mir ein weiteres Jahr unzufrieden das Geblätter angeguckt, wann immer ich in der Koje lag.
- Neuerdings dringt Regenwasser am Mast ein, und das Problem ist nicht die Neoprenmanschette. Kleinkram vielleicht, aber ein bisschen Zeit und Gehirnschmalz wird die Decksdurchführung erfordern.

Weihnachts-Update: Die Mastmanschette war raus und ist wieder drin, mit neuen Schrauben und neuem Gummi und so weiter. Toll. Die offenen Schäftungen sind mit Tapestreifen markiert. Das ist dann für Montag oder Dienstag. Ansonsten hält mich Nachbarin Martha auf Trab, deren Pinne auch noch nach ein bisschen neuer Esche verlangt, und ich gewöhne mich an den Gedanken, auch kommende Saison blätternde weiße Farbe am Dachhimmel zu betrachten...

Hä? Offene Schäftungen? Erstmal: Warum sind da überhaupt Plankenschäftungen? Das ist leicht zu beantworten - entsprechend breites, astfreies Lärchenholz in voller Rumpflänge war und ist kaum zu bekommen. Also fügt man zwei Stücke fachgerecht aneinander. Die einfache Version ist Stoß auf Stoß, dann muss aber innen eine Brettlasche dagegen genietet werden, oder man verklebt beide Teile in einer Schäftung. Und der Leim von vor gut fünfzig Jahren gibt nun unweigerlich auf, da können sich alle Holzbooteigner gerne mit abfinden.

Zu finden sind die offenen Schäftungen leicht mit Taschenlampe oder ähnlichem: Wo das Antifouling senkrecht gerissen ist, befindet sich eine. Ultimativer Test: Klopfen mit den Fingern - hohl oder massiv klingt erkennbar unterschiedlich. Wenn hohl, also offen, klebe ich erstmal einen Tapestreifen ran und beschäftige mich dann vorläufig mit erfreulicheren Themen. Aber wie kriegt man das wieder dicht?

Schritt eins: Öffnung Weiten. Es gibt einen Niet, der die Schäftung noch leidlich zusammenhält. Der muss raus, damit sie sich ungehindert weiter öffnen kann, der Multimaster kappt ihn sanft und mühelos, der Kopf lässt sich dann leicht rausprokeln und der Rest nach innen austreiben. Tunlichst sollte man dann das Loch von innen verkleben (oder den Kupfernagel noch stecken lassen), sonst quaddelt das Epoxi ungehindert in die Bilge. Ein schlanker Keil treibt die Schäftung auseinander. Mit einem Sägeblatt für die Metallbügelsäge kann man sie noch ein bisschen weiter aufmachen. Schritt zwei: Saubermachen. Ziemlich gut geht das mit einem alten Mulitmaster-Sägeblatt, auf das mit doppelseitigem Klebeband Schleifpapier aufgebracht ist. Für die Reste des alten Leims reicht das allemal - wurde die Schäftung schonmal erfolglos ausgebessert, sitzt hier womöglich noch ein Haufen einseitig haftenden Gummis oder Epoxis. Das wird dann ein bisschen mehr Gefiedel, oder ein Stecheisen muss helfen. Denn Schritt drei: Schäftung trocknen. Das Schleifpapier verrät ja schon ganz gut, wie es dort drinnen aussieht: Wenn da eine nasse Holzmatsche dranklebt, wird der Kleber so noch nicht halten. Dann hat zum Trocknen der mehrfache Einsatz eines Heißluftföns seine Berechtigung. Effektiver ist das, wenn man Antifouling und Primer komplett entfernt, also das blanke Holz freilegt. 

Schritt vier: Neu verkleben. Dazu nehmen wir Epoxidharz. Hält nur, wenn die Klebestelle ausreichend trocken ist, deshalb der Fön und das alles. Aber wie kommt die zähe Masse in den dünnen Spalt? Man nehme einen Bohrer dreieinhalb Millimeter, bohre gefühlvoll ein Loch nur durch die Außenlage der Schäftung und nicht weiter ("plopp - klack"), und zwar an geeigneter Stelle: Möglichst weit oben und möglichst weit vorne. Zum Ausmessen hilft wieder das Metallsägeblatt. Damit das Harz nicht unkontrolliert rausquaddelt und überall anhaftet, kleben wir vorher das Loch, wo der Niet saß (und nachher wieder hinsoll) von außen zu. Außerdem ist ein Tapestreifen an der Oberkante des nächstunteren Plankengangs hilfreich. Und die Taperolle bleibt in Reichweite, wir brauchen sie noch.

Man ziehe das erwärmte und mäßig angedickte Harz dann in einer 50 ml-Spritze auf.  Damit dann ordentlich in das gebohrte Loch. Wenn nichts richtig rauswill aus der Spritze, drückt ihr entweder zu doll die Spritze gegen den inneren Teil der Schäftung, oder ihr habt nicht tief genug gebohrt, oder ihr habt die falsche Stelle erwischt, wo die Verleimung noch gut ist. Wenn alles richtig ist, drückt ihr langsam, aber unverkennbar, Harz in die Schäftung. Zunächst unsichtbar, breitet es sich dort in chaotischen Richtungen aus - bis zu dem aufregenden Moment, wo es, der Schwerkraft folgend, an einer Stelle der Unterkante zu Tage tritt. Hier kleben wir Tape hin - das Harz soll ja drinbleiben und sich dort gleichmäßig verteilen. Als nächstes wird es wahrscheinlich am Ende der Schäftung auftauchen, dort, wo sie ausläuft, also kleben wir auch hier zu. Nun kann der Kleber nur noch nach innen und nach oben. Wir drücken die Spritze noch leer, dann lassen wir das gut sein und kleben zuletzt noch einen kleinen Tapestreifen über das Loch, in das wir injiziert haben.  Wenn überall gleichmäßig etwas rausdrückt, also sowohl seitlich als auch nach unten, ist es perfekt, aber das können wir leider jetzt nicht mehr sehen. 

Schritt viereinhalb: Kleber wie Epoxi braucht keinen Druck zum Aushärten und Verbinden, aber wir wollen doch wenigstens die klaffende Öffnung wieder auf das ursprüngliche Maß schließen. Dazu brauchen wir eine passende Latte oder besser eine Teleskopstütze und gegebenenfalls eine gegen Verkleben geschützte (Tape, Folie, Plasiktüte) Zulage. Das Harz kann nicht rausquaddeln, weil wir ja alle Öffnungen abgeklebt haben, also muss es sich gezwungenermaßen in der Schäftung verteilen.

Schritt fünf: Ein, zwei, drei Tage sind vergangen, das Harz ist fest und schleifbar, die Teleskopstütze hat einen neuen Einsatzort gefunden. Jetzt dürfen wir schleifen. Und dann grundieren. Und schließlich Antifouling aufbringen. Aber halt! Zwischendurch wäre noch der günstige Moment, eine gute Freundin zu verständigen, dass eine zweite Hand gebraucht wird, denn die Nieten müssen wieder rein.

Update Mitte Januar: Elena brauchte nun doch nicht kommen. Bei gar nicht so genauem Hinsehen war nämlich klar, dass ich für diese zehn Nieten beide Backskisten, beide Kojen, Schapp und Pantry hätte ausbauen müssen. Es sind jetzt Durchgangsschrauben geworden, das bietet sich überall an, wo kein Platz für den Hammer ist. Hält genauso gut, dauer nur länger, aber es ging ja hier nicht um den ganzen Rumpf, sondern zehn Stück. Beim Verspachteln der Köpfe habe ich prompt einen ausgelassen, das fiel mit beim Primern auf, aber nun gut, dann ist das jetzt unser Versuch, wie dicht es auch ohne Spachtel wird. 

Da ist aber noch mehr aufgetaucht. Ich bin ja seit einer Weile dabei, stückweise das doofe Sikaflex zu entfernen, das ein Vorbesitzer-Held unter die Landungen geschmiert hat. Inzwischen haftet das höchstens noch punktuell, ich kriege aber keinen Primer darunter, so dass dort stellenweise blankes Holz ist. Also kratze ich das Gummi (und alles andere) weg, danach gibt es einen frischen Anstrich. Das macht wenig Laune, also arbeiten wir uns Stück für Stück vor. Dieses Jahr ist der Bugbereich an Steuerbord dran, also von der Pratze des Lagerbocks bis zum Vorsteven.

Paula motiviert mich nachmittags zu einem weiteren Plankengang mittelschöner Arbeit. Dann noch einem Plankengang. Und schließlich sehe ich ein, dass ich das jetzt auch zuende machen kann. Ganz zuletzt, zwischen der untersten und zweituntersten Planke, auf den vordersten zwanzig, dreißig Zentimetern, bevor sie in die Sponung einlaufen, zerre ich einen Streifen Sika zwischen ihnen heraus. Also aus einer Fuge, die dort nicht sein sollte, aber im Laufe der Jahrzehnte entstanden ist und irgendwann auf diese provisorische Weise zugeschmiert wurde.

Ich bin nicht wirklich überrascht, auf gleicher Höhe an Backbord das gleiche Phänomen zu finden. Ich werde auch nicht wirklich überrascht sein, wenn Paula nach überstandener Reparatur weniger Wasser macht. Zwei Tage später ist die Fuge ausgearbeitet, trockengeföhnt und ausgeleistet. In der Theorie ist das nicht ideal - ich habe die beiden Planken verklebt, und das macht man ja gemeinhin beim Klinkerrumpf eben gerade nicht, damit sie sich gegeneinander bewegen können. Aber hier und jetzt wäre die Alternative eine richtig große Reparatur, und wenn man davon ausgeht, dass die Sponung fest verschraubt ist, ist allzuviel Bewegung auch nicht zu erwarten. Wenn die erhoffte Verbesserung nicht eintritt, ist immer noch Gelegenheit, Planken auszubauen und anzuschäften...

Paula wirkt jedenfalls recht zufrieden mit dem Getanen, und dazu gehört auch eine Steckdose im Schapp, von wo aus ich mir ein Verlängerungskabel in die Backskiste legen werde. Auf der Liste steht nur noch eine Funktionsprüfung.

 



 

Salty


Das dreiteilige Steckschott nervt mich, seit wir uns kennen. Jetzt ist ein Modell für die neue Niedergangstür schon fertig. Und auch weitere Schablonen - zum Beispiel für die neuen Rüsteisenspanten. Saltys bisherige Rüsteisen sind eine abenteuerliche Konstruktion aus Winkeleisen, an die die eigentlichen Püttinge angeschraubt sind. Das macht allmählich einen rostigen Eindruck, die Zeit ist abgelaufen. So, wie das brachial hinter den Balkweger verbaut wurde, braucht er der beiderseits einen Spund - aber das ist ja nun wirklich kein Problem. Muss nur noch eingebaut und verbolzt werden.

Außerdem leckt das Vorluk ein wenig, und die Vorstevenlasche darf endlich repariert und nicht nur provisorisch abgedichtet werden. Unter den Kojen wünschen wir uns Schlingerleisten, damit Ankerball und Motorkegel nicht ewig in die Bilge rutschen.

Wichtiger vielleicht: Wenn wir schon die Kielbolzenerneuerung verschieben (zwei sind schon aus Niro, der Ballast wird nicht abfallen), wollen wir wenigstens die Stevenbolzen, die zugänglich sind, ohne den Ballast abzunehmen, gegen neue austauschen. Das Eichenholz drumherum wird es uns danken.

Salty laboriert auch an diversen Plankenrissen, die ein Vorbesitzer mit Sikaflex stablisiert hat. Nicht fachgerecht, aber einfach. Und bis jetzt erfolgreich. Mit einer Ausnahme, der wir uns zuwenden sollten.

Und dann haben wir noch ein unschönes Thema: Der Heckspiegel. Was ich da letztes Jahr gemacht habe, ich gar nicht schlecht geworden. Problem aber: An der Steuerbordseite haben einige Plankenenden vor meiner Zeit mal bös gelitten, keilförmige Lücken wurden mit irgendeiner Gummimasse aufgefüllt. Seit ich das letztes Jahr neu verschraubt habe, hält die unsachgemäße Reparatur überhaupt ganz und gar nicht mehr - der frische Lack hält nicht, darunter ist das Mahgoni des Spiegels erkennbar nass. Ich mache erstmal die Schrauben raus und entnehme - mühelos - den alten Spiegelrahmen. Letztes Jahr wirkte der trotz einiger seltsamer Risse noch solide. Das tut er auch jetzt noch, wir werden ihn dennoch erneuern.

Den betreffenden Plankenenden helfen jetzt nur noch ein paar filigrane Keile und reichlich Epoxi - wir werden zum äußersten Mittel greifen und den ganzen Bereich gründlich verkleben. Ich würde immer davon abraten, sondern dazu raten, Reparaturen so auszuführen, dass man die Teile später wieder auseinanderbekommt. Aber jetzt wäre die einzige Alternative, die Planken zu kappen und anzuschäften. Das kann ich ja dann immer noch machen, momentan wäre es ein nicht zu rechtfertigender Aufwand.

Update Mitte Dezember: Die Stevenlasche und die Bolzen sind auf nächstes Jahr verschoben. Dafür ist das Heck leidlich schier, das Ruderblatt ausgebessert, die nagelneue Niedergangstür passt und kann lackiert werden. Der lecke Plankenriss hat sich als spannendes Experiment entpuppt: Anders als die anderen Plankenrisse war er bereits ausgeleistet, und zwar in zwei Stufen: Zunächst eine ca. 5 mm breite Nadelholzleiste über einen längeren Bereich, dann eine eher 10mm breite Mahagonileiste etwa im Bereich der Pantry. Außer Leiste fand ich beim Prokeln mit diversen Werkzeugen aber auch jede Menge Epoxi, und bei genauerer Betrachtung war dieses Epoxi wie die Bulette eines Burgers, nur saß es nicht zwischen zwei wabbeligen Brötchenhälften, sondern zwischen hauchdünnen Schichten Gummi. Lasst nur, ich habe mir das Stirnrunzeln auch geschenkt. Sondern stattdessen alles weggeschnitten, -gestochen, -geschliffen, -gearbei.... - also alles entfernt, was mir absolut chancenlos vorkam, und dann habe ich konsequent weitergemacht, wie bereits begonnen worden war: Offenbar hat man ja schon alles in diese Planke reingedrückt, was gerade herumlag. Mahagoni, Kleber, Gummi...ich hatte zufällig ein Ende Hemlocktanne in passender Stärke. Und Epoxi gibt es auch bei uns.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten, eigentlich nur eineinhalb: Entweder die Ausbesserung bewährt sich, dann muss ich die Planke beobachten, bis sie früher oder später ersetzt wird. Oder sie bewährt sich nicht, dann gibt es schon nächsten Winter eine neue.

Unterdessen ist eine hübsche Niedergangstür entstanden und das Schiebluk an sie angepasst. Sturmhaken, Schließer, Scharniere - alles passt. Muss nur noch lackiert werden. Die Balkweger sind ausgespundet, die Rüsteisenspanten angefertigt und eingepasst, die Rüsteisen nebst diversen anderen Beschlägen bestellt (Rainer: "Dieses Jahr wird das aber nichts mehr!"). Bis der Schlosser fertig ist mit dem Niro, gilt es aber noch jede Menge zu schleifen und zu impen, zu verschrauben und einzupassen.







Oliese



Oliese soll neue Fenster bekommen. Ein Stück Plexiglas passender Stärke habe ich schon aus der Werft ergattert.

Die Kielplanke wird nachverschraubt, bevor ernsthafte Leckagen auftreten, wie Martha und Salty sie bereits hatten.

Und dann ist da noch die komplexe Thematik am Heck: Spiegelrahmen und Achtersteven hat der Vorbesitzer mit Epoxi nachmodelliert, wo vorher gammeliges Holz war. Mit Bootsbau hat dieser Pfusch wenig zu tun, es hat aber bisher gehalten. Unten am Heckspiegel strömt nicht gerade das Wasser rein, aber ein kleines Rinnsal ist nicht zu ignorieren, das die bisherigen Schäden mit der Zeit erheblich zu verschärfen droht. Da müssen wir also endlich bei.

Nun ist Olis Ausstrahlung ja dermaßen, dass ich, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, nicht lange diskutiere oder nachdenke. Ich mache so, wie sie meint - die Weisheit ihrer Entscheidung erschließt sich nicht immer sofort, aber früher oder später erschließt sie sich. Es war ja auch sie, die entschieden hat, dass sie und nicht Martha in dieser Halle steht, und nach einer Woche bin ich heilfroh darüber. Nun findet sie, ich solle mal ihr Heck aufmachen. Das macht total Sinn: Der Umfang des Problems lässt sich erst danach einschätzen. Mit Sicherheit ist da reichlich Feuchtigkeit im Spiel, die erstmal trocknen muss. Damit soll man nicht Weihnachten anfangen, wenn man Silvester fertig sein will.

Ich greife also zu Akkuschrauber und Lochsäge und fiedele erstmal den Kitt weg von den Schrauben, die die Plankenenden mit dem Spiegel verbinden. Oder mal verbanden. Die Bilanz ist ansehnlich: Viele der alten Bronzeschrauben lassen sich gut rausdrehen. Einige wenige zu leicht, sie haben keinen Halt mehr im umgebenden Holz. Ein paar Schrauben reißen ab, das Gewinde bleibt im Spiegelrahmen stecken. Nur ganz wenigen knackt der halbe Kopf weg, sodass ich sie überbohren muss, womit ich das Loch zerstöre. Ich dokumentiere das alles auf einem Tapestreifen, um nicht beim Einbau rätseln zu müssen. Dann will ich mich der Verschraubung des Spiegelrahmens in den Spiegel zuwenden. Großes Erstaunen: Gibt's keine! Der Rahmen lässt sich einfach so abnehmen. Und zwar so unversehrt, dass ich ihn im Großen und Ganzen als Frässchablone werde benutzen können, mit ein paar kleinen Bereichen, die ich von Hand nacharbeiten muss.

Dann greife ich zum Stecheisen und pickere morsche Eiche aus dem Achtersteven. Hey, das ist aber wirklich absolut im Rahmen - ich habe Schlimmeres schon gesehen und insgeheim befürchtet. Dank des uralten, wundervollen Simshobels, den ich vor Jahren mal geschenkt bekam, lassen sich die Schäftungen sogar recht mühelos hobeln, nachdem die hinterste Bodenwrange ausgebaut ist. Was wiederum supereinfach geht, die war ja erst letztes Jahr draußen, die Schrauben sind also nagelneu und drehen einwandfrei. Wo es ein bisschen mühsam zu werden droht, am unteren Ende des Heckspiegels, hilft Oli mit: Der Heckspiegel setzt sich  aus 60 oder 80 mm-Leisten in Nut-und-Feder-Verleimung zusammen. Die unteren beiden Stücke wirft Oli einfach ab. Total super: Das kann ich, so wie es ist, wieder zusammenkleben - doch jetzt habe ich freie Bahn für Hobel und Stecheisen. Und von selbst wäre ich nie darauf gekommen, das aufzumachen.

Nächster Schritt: Oli und ich bauen ein Stevenmodell. Erstmal nehme ich das recht übersichtliche vertikale Profil ab. Das horizontale Profil ist aufwändiger. Zum Glück ist zwischendurch Wochenende...

..das ich damit verbracht habe, den Lackierraum aufzuräumen. Da standen überall Altholz, Außenborder, ausrangierte Segel und jede Menge anderer Kram rum, jetzt ist er schön ordentlich, aber es war der anstrengendste Tag der Woche. Da baue ich doch lieber Olieses Achtersteven-Modell. Und ich stelle fest: Das vertikale Profil ist zwar komplexer, aber ich kann mich mit dem Hobel allmählich rantasten, bis es passt, und wo ich zuviel weggehobelt habe, kritzele ich einen Vermerk hin: "Schmiege erst ab hier". Ist ja zum Glück bisher nur ein Modell aus billigen, weichen Fichtenleisten. Jetzt besorgen wir uns bei Niels schöne Eiche, dann erst kommt es wirklich darauf an.

Zwischendurch baue ich schnell mal die Pantry aus. Oli findet, alle fünfzig Jahre könne man auch dort in der Unzugänglichkeit mal saubermachen, und außerdem zwickt es sie, wo das Wasser nicht aus den dick lackierten Planken kann. Bei der Gelegenheit lässt sich die Pantry-Einheit sicher leicht hübsch aufarbeiten und vielleicht sogar das Resopal entfernen, das Ende der Sechziger totschick war, heute aber eher blöd aussieht - und wer weiß, wieviel Nässe darunter unbemerkt ins Holz gezogen ist?

Mal eben die Pantry raus also - es dauert einen Tag und kostet viel Nerven und mehrere Multimaster-Sägeblätter. Wobei, nee, das klingt jetzt viel zu dramatisch und erweckt einen falschen Eindruck. In Wirklichkeit mache ich morgens, unausgeschlafen und unterdurchschnittlich motiviert, erstmal die Boote sauber und räume die Werkbank auf, knipse ein paar Fotos und wende mich dann diversem Lüttkram zu, bei dem ich nicht weiterkomme: Hier fehlen Unterlegscheiben, da passende Schrauben, dort ein ausreichend langes Stück Holz. Ich schreibe das alles auf und bin froh, zumindest diese Bestandsaufnahme geschafft zu haben.

Eher, um nicht übermäßig früh Feierabend zu machen und mich hinterher schlecht damit zu fühlen, schneide ich Oli erst noch eins der Fenster raus, was aber keinen Spaß macht, und begebe mich dann an die Pantry. Hm. Ich habe nicht erwartet, dass sich eine der zweiundfünfzig Jahre alten Bronzeschrauben noch dreht. Also greife ich nach einem einzigen, halbherzigen - und natürlich erfolglosen - Versuch zu Akkuschrauber und Lochsäge. Wwpp, wwpp, wwpp, wwpp, alles überbohrt und ausgedreht. Weder Schwalbennest noch Pantry rühren sich, und wenn ich ehrlich bin, habe ich genau das erwartet: Schrauben hin oder her, im Wesentlichen ist der ganze Kram solide verleimt.

Was hat sich Thorkild Lind dabei gedacht? Die Frage ist leicht zu beantworten: Er hat gedacht, das Boot solle fünfundzwanzig Jahre halten, und in dieser Zeit sollte es keinen Ärger mit dem Innensausbau geben, also wurde er solide ausgeführt. Hat ja auch alles geklappt, sogar doppelt so lange. Dass danach irgendein Verrückter auf die Idee kommt, hier mal Wartung und Inspektion vorzunehmen, konnte Thorkild nicht vorhersehen.

Nun denn - ich schneide tapfer alles raus. Dampfend und rauchend zittert sich das Sägeblatt durch Bronzeschrauben, Stahlnägel, Holzleim und Mahagoni. Immer wieder mal ziehe ich Feierabend in Erwägung, aber Olis Charme motiviert mich zum Weitermachen. Inzwischen habe ich ja auch den nötigen Ehrgeiz. Das Schwalbennest liegt schon auf der Empore, die Pantry rührt sich nicht, obwohl ich doch allmählich überall längsgefiedelt bin. Also weiter mit der Brechstange! Nein, nein, natürlich nicht mit Gewalt. Gefühlvolles Knippen lässt erkennen, wo das Einbauteil schon lose ist, und wo ich nochmal nacharbeiten muss. Aha, nur noch hier in dieser Ecke, wo im Sommer das Geschirr lagert. Pssssssssssssssssklack! Pantry ist frei. Hurra. Und wie kriege ich das Ding jetzt hier raus?

In einem Stück passt es nicht durch den Niedergang. Aber - hurra! - ich muss nur den hinteren Teil des Einlegebodens noch abschneiden, dann kriege ich es gewuppt. Zufrieden trage ich meine Trophäe die Leiter herunter zur Werkbank. Mindestens genauso zufrieden stelle ich fest, dass alle Schnittkanten entweder sowieso in keinem sichtbaren Bereich liegen, oder sich mit wenig Aufwand gerade fräsen lassen. Dadurch entsteht ein bisschen Spiel - aber das ist ganz im meinem Sinne: Ich möchte die Einheit ohne viel Getüdel wieder einbauen, mit möglichst wenigen Schrauben fixieren und jederzeit auch wieder unkompliziert rausnehmen können. Extreme Passgenauigkeit ist da eher hinderlich.

Beim Schleifen der Außenhaut im Pantrybereich frage ich: "Oli, wo sind n eigentlich die Nieten?" Sie hat hier nämlich vor meiner Zeit mal diverse Stücke Planke erneuert bekommen, gut zu erkennen daran, dass die neuen aus Mahagoni sind. Bisher ist es mir noch nie aufgefallen, aber hier sind zwei Plankengänge nicht genietet, sondern genagelt. Warum das? Weil man zum Vernieten, also um da vernünftig ranzukommen, hätte die Pantry ausbauen müssen...

Inzwischen ist das Holz da für Steven und Spiegelrahmen. Jetzt bewährt sich das passgenaue Modell - als Gegenstück für den Parallelanschlag der Kreissäge. Komplett von Hand aushobeln hätte ich das nicht wollen. Sitzt und passt, mal sehen, was der Spiegelrahmen sagt.

Zwei (oder sind es drei? Vier? Man verliert jedes Zeitgefühl, wenn man sich mit Booten in einer Halle tummelt...) Wochen später ist das Heck verschraubt, verklebt, verpfropft, verspachtelt, verschliffen, geimpt und für ganz gut befunden. Gestern und heute habe ich die Stahlnägel aus den vorderen Bodenwrangen (bzw. Stevenwrangen, wenn man sie so nennen möchte) ausgebohrt, durch Niroschrauben ersetzt und die Löcher geschlossen, sowie den Kielgang wie versprochen nachverschraubt. Wie man das so macht, habe ich beim Sauberkratzen der Außenhaut auch auf alles sonstige Draufgehalten, das nicht gut aussah: Abblätterndes Antifouling ist immer ein Anzeichen von...weiß man vorher nicht, aber in diesem Fall der Planke oberhalb des Kielgangs an Steuerbord handelt es sich um akuten Reparaturbedarf. Wir verlassen also den Bereich des Geplanten und begeben uns ins unvermeidliche Terrain von "Guck mal hier, da zwickt das so komisch." 

Resultat von Kratzen, Pieksen und Gucken ist die Frage: Mehrere Spunde oder die mittelgroße Lösung? Ich entscheide mich...vorläufig nicht...und ende schließlich dabei, vier Zentimeter ab Plankenunterkante zu erneuern von der hintersten erkennbaren Gammelstelle bis zur Vorstevensponung. In diesem Fall ist es wesentlich einfacher, mehr zu erneuern, als viele kleine Stellen zu bearbeiten. Das Einkleben ist gleichwohl ein tüchtiges Gefummel - Widerlager unter Deck, Schrauben, Epoxi für die Plankenverklebung, Tikal für Landung und Sponung, alles schön abkleben, mit Teleskopstützen in Position bringen, verschrauben. Kontrollieren, ob überall etwas rausgequaddelt ist. Rausgequaddeltes gleich weitgehend entfernen. Es sind drei Grad in der Halle, ohne Zutun wird das nie was mit dem Aushärten, also habe ich den Arbeitsbereich bereits vorher mit Folie zu einem Temperzelt verwandelt und alles hübsch vorgewärmt. Dann krauche ich mühsam unter der Folie herum, bevor der Heizlüfter wieder - effektiv, punktgenau, ressourcenschonend - sein wohltuendes Werk verrichtet. Dank schnellem Härter ist zum Feierabend das Harz weitgehend fest, und dem MS-Polymer blieb es feucht genug, um ebenfalls zu reagieren.

Jetzt muss alles - also alles, was ich bisher aufgezählt habe - noch nachgearbeitet werden: Proppen abstechen, Schrauben versenken und verspachteln, verschleifen und so weiter, und schließlich grundieren, impen, lackieren.







Frieda



Wie bei Salty sollen wir auch hier die Stevenbolzen erneuern. Mindestens eine offene Schäftung wartet auf Bearbeitung. Das Hauptschott möchte ausgeleistet werden. Und der Mast braucht ein wenig extra Pflege. Guckt man genauer hin, entdeckt man auch, dass Frieda bisweilen mit ungeschickten Gästen unterwegs gewesen sein muss. Hier was am Bug, da was an der Außenhaut, oha, und die Verschraubung der vorderen Plankenenden war mir ja im Frühjahr schon aufgefallen. Oli findet, ich solle mir außerdem Friedas Heckspiegel angucken. Das mache ich natürlich sofort, und es stellt sich einzig und allein die Frage: Wieviele Heckspiegel schaffe ich? Ich komme nämlich gerade von Salty...

Ein weiterer Eintrag in der Tabelle "Winterarbeit": Der Cockpitboden. Die Backbord-Wegerung sieht aus, als hätte da jemand reingebissen. Die dreieckige Gräting eher so, als wäre das Holz gerissen, weil es nicht gut auf dem Auflager auflag. Wie dem auch sei, das bessern wir nach. Die neue Tischkreissäge bekommt es als Erstes mit Teak zu tun.

Update Mitte Dezember: Frieda ist ungewohnt still diesen Winter. Kein Spott über Jette, denn die steht ausnahmsweise in einer anderen Halle. Auch sonst keine Kommentare, denn Oli neben ihr hat die Lage im Griff. Frieda rümpft argwöhnisch ihre inzwischen ausgebesserte Nase über die Werkbank, freut sich darüber, dass sie den größten Cockpittisch bekommt, und findet, dass der Cockpitboden nun absolut toll ist. Darauf, dass ich auch ihr das Antifouling vom Heckspiegel kratze, Schrauben ausbohre und Leckagen beseitige, wartet sie geduldig. Sie weiß ja, dass es auf der Liste steht, denn die liegt offen vor ihr. Zumindest habe ich die Unterkante ihre Schiebelukdeckels gehobelt, so dass die Niedergangstür jetzt unabhängig von der Stellung des Luks öffnet und schließt. Dass ich mit dem Lackieren der Reparaturstelle noch nichtmal angefangen bin, muss Frieda ja nicht wissen...bis zum Einbau wird es perfekt glänzen.

Wir gucken derweil nochmal kurz den Heckspiegel an. Ach so. Aha. Oha. Oh je! Ausfräsen. Wegpickern. Schrauben ausbohren. Ein achtteiliges Puzzle anfertigen, von denen sieben zum Heckspiegel gehören und eines zum Achtersteven. Der zweilagig verleimte Spiegelrahmen fliegt auseinander, lässt sich aber mühelos aufarbeiten und neu verleimen. Wenn die Reparatur gelingen soll, muss das ganze Heck erstmal getrocknet werden, sonst hält da kein Kleber der Welt. Währenddessen fiedele ich oben am Spiegel eine Leimfuge auf und drücke eine entsprechend schmale Leiste rein.





Martha


Eine Sache ist ganz und gar wichtig: Die Vorstevensponung muss endlich zuverlässig dicht! Nachverschraubt und nachkalfatet habe ich dort schon, aber Martha machte immer noch im großen Stil Wasser, bis während der Saison ein Wunder geschah, und die wöchtentlich eingebrachten Sägespäne plötzlich hielten und dauerhaft abdichteten, anstatt immer wieder nach wenigen Tagen von ihrem Platz gesegelt zu werden. Die Kielplanke hat ganz vorne einen Riss, ein Stück muss ohnehin erneuert werden, und wenn es raus ist, kann ich den Zustand des Vorstevens besser beurteilen. Die Schrauben haben eigentlich gut gehalten, aber man sieht von außen einfach schlecht, was im Inneren des Bootes los ist. Während der Saison konnte ich nur das akut leckende Stück Kielnaht nachkalfaten, jetzt in Ruhe werden wir die komplette Kielnaht bearbeiten. Und dann wird sich die alte Dame hoffentlich wieder voller Begeisterung und ohne mulmiges Gefühl in jede noch so hohe See stürzen.

Immerhin haben sich die neuen Bilgepumpen schon bewährt: Keine ist ausgefallen, sie hatten den Pegelstand in der Bilge ständig im Griff. Auch Marthas merkliche Leckage war nie ein Sicherheitsrisiko - unser Anspruch ist allerdings, dass man nachts ruhig und ungestört schlafen kann, und dazu muss mehrfache Pumpenaction unterbleiben. Ach, und dann ist da noch das Teakdeck. Komplett neu verfugen? Sicher nicht schon wieder. Diverse kleine Stellen ausbessern? Unbedingt!!

Weihnachts-Update: Regelmäßige Leser wissen es bereits - Martha bevorzugt einen ausgiebigen Winterschlaf. Wann immer ich kurz mal zwischendurch an Bord war, gab sie sich entsprechend schläfrig und hatte keine Ahnung, wo das Werkzeug lag. Als ich mich ihr dann für die geplanten Maßnahmen ausgiebig widmete, war sie plötzlich hellwach. Oder hatte sie das mit Paula so abgesprochen?



Das abgeplatzte Stück hinten an der Steuerbord-Fußreling, ein kleiner Spund, eine halbe Stunde Arbeit. So dachte ich. Doch Martha sagte: "Guck mal weiter." Aha, die Teakleiste entlang des Hecks ist locker und gerissen. Dahinter ist der Spiegel...naja...und hier und da sind die Plankenenden....die platzen einfach weg. Stellenweise. Kriegen wir hin. Zum Glück lässt sich muckeliges Holz absolut mühelos entfernen, und für den Rest gibt es Hobel und Stecheisen. Dass die robuste Lärche hier aufgibt, finde ich dennoch ganz schön gediegen. Aber das Problem ist nur punktuell, alles andere ist top in Ordnung. Und mit ihrem berechtigten Wunsch, hier sofort aktiv zu werden, hat Martha eine ganze Reihe von Punkten von der Liste entfernt bzw. auf nächstes Jahr verschoben.

Das weiche Holz war schnell weggepickert, sogar das Deckssperrholz unter dem Laibholz. Zwei Tage später waren die Spunde nicht nur angefertigt, sondern eingeklebt, verschraubt, verspachtelt, verproppt. Noch zwei Tage später hübsch geputzt und verschliffen. Und nun sieht das alles schon erheblich besser aus. Hätten wir nicht doch noch Zeit für die Decksfugen? Ach nee, Olieses Planke...!